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Werkstoffkolloquium - Duplex-Stähle

16. Mai 2013, Ruhr-Universität Bochum

Duplex-Stähle bieten die additiven Gebrauchseigenschaften der Chrom-Ferrite und der Chrom-Nickel-Austenite. Wegen des zugleich hohen Potentials ihrer Korrosions- und Verschleißeigenschaften haben sie sich besonders in der Lebensmittel- und Papierindustrie sowie in Rauchgasentschwefelungsanlagen und im Offshore-Bereich bewährt. Allerdings benötigen sie hohe Herstellungs- und Verarbeitungskompetenz, die sich finanziell noch immer in hohen „Angstzuschlägen“ widerspiegelt.

Die guten korrosionschemischen und mechanischen Eigenschaften der Duplex-Stähle liegen nur im einwandfrei lösungsgeglühten und damit ausscheidungsfreien Zustand vor. Aufgrund der geforderten hohen Chrom- und Molybdängehalte sowie des zweiphasigen Gefügeaufbaus besitzen die Duplex-Stähle jedoch ein komplexes Umwandlungs- und Ausscheidungsverhalten, das es zu steuern und zu kontrollieren gilt.

Die metallkundlichen Zusammenhänge und die technologischen Grenzen sind inzwischen bekannt. Ergänzend zu experimentellen Methoden werden thermodynamisch basierte numerische Modelle herangezogen, die inzwischen auch für Duplex-Stähle optimiert vorliegen, so dass die gezielte und sichere Gefüge-einstellung gelingen sollte.

Den Grundlagen der Duplex-Stähle und der Herstellbarkeit auch groß dimensio-nierter Komponenten widmet sich das 4. Duplex-Kolloquium, das die Werkstoffprüfung der Ruhr-Universität Bochum am 16. Mai 2013 durchführt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist jedoch eine Anmeldung erforderlich (www.wp.rub.de).